Projekte an Schulen

Am 27. Januar 2016 waren wir mit unseren Gästen aus Israel im Bertha von Suttner Gymnasium in Berlin. Es war eine sehr bewegende Begegnung mit etwa 100 Schülern. Zum Abschluss hatten wir eine gemeinsame Gedenkzeremonie an die 6. Millionen ermordeten Juden.FB_IMG_1453901476801

 

Besonders wichtig für unsere Arbeit ist der Kontakt zu Schulen, denn so können wir einen direkten Kontakt von Holocaustüberlebenden zu jungen Menschen herstellen oder z.B. über das Judentum informieren. Wenn Sie auch Zeitzeugen an Ihre Schule einladen oder ein längeres Projekt starten möchten (z.B. zum Thema „Im Dialog mit dem Judentum“), dann melden Sie sich bei: marina.rentschler@zeugen-der-zeitzeugen.de Wir unterstützen Sie sehr gerne!

Unser erstes Schulprojekt „Im Dialog mit dem Judentum“ in Pforzheim an der Ludwig-Erhard Schule

DSC_0838Im Rahmen des Religionsunterrichtes beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler der Ludwig-Erhard Schule mit dem Thema: „Im Dialog mit dem Judentum“.  Das Kooperationsprojekt von „Zeugen der Zeitzeugen“ und der „Israelplattform e.V.“  fand vom 14.11.-19.11.13 statt. Unter diesem Motto lernten die Schülerinnen und Schüler die israelische Kultur und Feste kennen und erfuhren mehr über die deutsch-israelische Geschichte. Sie trafen auf junge jüdische Leute von der Organisation „LIKRAT“, besuchten die Synagoge in Stuttgart, lernten das Interviewprojekt: „Zeugen der Zeitzeugen“ kennen und bereiteten sich aktiv auf eine Begegnung mit dem Zeitzeugen Pavel Hoffmann vor. Zwei Schüler und ihre Lehrerin berichten über ihre Erlebnisse und Eindrücke, die sie während des Projektes hatten:

Naji Balasini, 16 Jahre:
„Aus dem Vortrag von Frau Rentschler habe ich mitgenommen, dass die Holocaustüberlebenden der jungen Generation keine Schuld an der Vergangenheit geben.  Sie können sogar mit ihnen  befreundet sein – das hat mich begeistert.“

Fabiola Salustro, 15 Jahre:
„Am meisten hat mich berührt, was uns der Holocaustüberlebende Pavel Hoffmann aus seiner Vergangenheit erzählt hat und was er erleiden musste. Auch die Begegnungen mit jungen Juden hat mein Bild über das Judentum verändert. Wenn ich an das Judentum dachte, hatte ich immer Menschen mit ihren schwarzen Hüten und ihren Locken an der Schläfe vor Augen. Durch die Begegnungen hat sich mein Bild über das Judentum erweitert.“

Foto SchulprojektKatharina Anselm (Lehrerin):
„Trotz einer multireligiösen Schülerstruktur wissen viele Schüler nicht, wie sie sich gegenüber religiösen Minderheiten angemessen verhalten sollen. Im Fall des Judentums, im Hinblick auf Antisemitismus, Nahost-Konflikt etc., erfährt dies besondere Brisanz. In diesem Zusammenhang war es sehr spannend zu erleben, wie die Schüler auf die Begegnung mit dem Zeitzeugen Pavel Hoffmann reagierten. Besonders beeindruckt hat mich, dass die generell sehr aktiven und lebhaften Schüler der Begegnung mit Pavel Hoffmann absolut aufmerksam und gebannt folgten. Diese authentische Begegnung führte in dieser Klasse mit Sicherheit zu einem größeren Lernerfolg, als wenn die Thematik des Judentums seitens der Lehrkraft rein theoretisch und fachlich angegangen wäre. Die Schüler bestätigten selbst, dass Pavel Hoffmann eine bleibende Erinnerung bei ihnen hinterlassen hat.“

Pforzheimer Kurier 11.12. 13Artikel im Pforzheimer Kurier

 

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